Mittwoch, 10. Oktober 2012

Warum Geld sparen und anlegen statt Geld ausgeben und Spaß haben?


"The problems that exist in the world today cannot be solved by the level of thinking that created them." - Albert Einstein
Ich höre immer wieder von Kollegen die Frage: „Warum soll ich Geld sparen und anlegen statt Geld ausgeben und Spaß haben?“

Diese Denkweise ist leider sehr verbreitet und äußerst gefährlich. Diese Leute haben eigentlich ein überdurchschnittliches Einkommen, geben aber einen großen Teil ihres Einkommens aus um „Spaß“ zu haben. Dafür haben sie andererseits natürlich dann einen sehr geringen Net Cashflow und eine dementsprechend geringe Sparquote. Die Weisheit „Es geht nicht darum, wie viel man verdient, sondern darum, wie viel man behält“ ist ein unbekanntes und unvorstellbares Konzept.

Vermögensaufbau ist für mich wie eine Diät. Es ist am Anfang (bis man sein System etabliert und sich gewöhnt hat) anstrengend und unangenehm. Einige Gewohnheiten müssen geändert werden, die Confort Zone muss verlassen werden, man muss auf sofortige Befrieidigung der persönlichen Bedürfnisse  verzichten. Die Ernte ist auch nicht sofort fällig, sondern erst mittel- bis langfristig. Man muss geduldig sein und den Plan rigoros durchsetzen. Außerdem sind teure Ausgaben genauso wie Kuchen, leckere Süßigkeiten oder schnelle Pommes mit Mayo aus dem Imbiss. Man möchte sie verzehren, damit man sich besser fühlt. Das ist natürlich langfristig schädlich für die Gesundheit – und für  das Gewicht und das Aussehen auch nicht unbedingt sehr nützlich.  

Deshalb ist der Weg des goldenen Adlers, nämlich der Weg zur finanziellen Freiheit, eine Veränderung der Denkweise. Es ist ein Paradigmenwechsel von kurzfristigem Denken zu lanfristigem Denken. Es ist das Wissen, die tägliche Disziplin und den Willen zu besitzen, ein höheres Ziel zu erreichen. Manche Ihrer Gewohnheiten müssen auch definitiv geändert werden.

Geld ausgeben ist nicht der einzige Weg, Spaß zu haben und das Leben genießen. Ignorieren Sie bitte die Gehirnwäsche der Werbeindustrie und des Fernsehens.

Natürlich darf man (wie in einer Diät) ab und zu für etwas Geld ausgeben, nämlich dann, wenn man etwas gerne haben möchte oder wenn es für etwas ist, das man leidenschaftlich gerne tut. Diese Spaßausgaben sind auch nötig und gesund, solange sie im Rahmen bleiben und solange sie Ihre Sparquote nicht extrem negativ beeinflussen. 


5 Kommentare:

  1. Klar muss man sich umgewöhnen, man sollte es aber mit der Sparerei auch nicht übertreiben.

    Was bringt mir all die Kohle wenn ich morgen vom Auto überfahren werde und bis dahin auf jeglichen Spaß verzichtet habe.

    Ich denke wie überall im Leben ist es auch hier eine Frage der Balance. ;-)

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben und freue mich deinen Fortschritt zu beobachten

    Viele Grüße,

    Markus

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    1. Wenn du morgen vom Auto überfahren wirst, bringt dir der Spaß auch nichts.

      Du lebst nur ein mal, und wenn ich vorher nicht sterbe, ist es mir lieber im mittleren Alter ein Vermögen zu besitzen und frei zu sein, als Schulden, psychischem Druck wegen Geldsorgen und der Gleichen zu haben.

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  2. Hallo goldener Adler,

    Bin zufällig über Deinen Blog gestolpert . . . Na ganz so zufällig auch wieder nicht da ich schon seit Jahren meine finanzielle Freiheit anstrebe und dabei jede Menge Blogs die zu diesem Thema was beizutragen haben lese.
    Ich freue mich, dass es doch mehr Leute gibt die sich dem Thema widmen, denn in der breiten Masse ist das ja nicht so populär. Mach weiter so die Richtung und der Ansatz stimmt, ich stelle fest, dass es nach ein paar Jahren erst so richtig Spaß macht, denn dann wirkt u.a. das 7. Weltwunder der Zinseszins. Wenn Dividenden oder abbezahlte Immobilien monatlich Ihre Erträge ausschütten und das passive Einkommen langsam aber sicher wächst kommt ein Schneeball ins Rollen der sich im Laufe der Zeit zu einer Lawine entwickelt die nicht aufzuhalten ist.

    Alles in allem kann ich für mich nur sagen, dass es nicht nur Sinn sondern auch Spaß macht. Die Balance ist wichtig zum einen: Im Verzicht liegt der Genuss, aber man muss auch gönnen können.

    Weiter so, liebe Grüße Stefan

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  3. Im Grunde ist das wichtigste die eigene Motivation, warum man das macht. Es gibt viele Leute, die viel verdienen und bei denen das auch der Grund ist, das Leben zu geniessen. Man arbeitet viel und möchte dafür einen Ausgleich. Ein Freund von mir verdient wirklich sehr viel Geld, gibt aber alles wieder aus und kommt damit so gerade durch den Monat. Er hat ein wirklich schönes Leben mit netter Wohnung, Auto und anspruchsvoller Frau. Irgendwann gewöhnt man sich auch daran, dass der Lebensstil selbstverständlich ist. man darf auch den sozialen Status sowie Neidfaktor bei anderen Menschen nicht übersehen. Ich glaube, das sind viele Gründe, warum man nicht gern spart. Es geht einem doch gut und Verzicht ist nicht wirklich sexy.

    Aber man muss auch mal ehrlich zu sich sein, wenn man den Weg der finanziellen Freiheit wirklich gehen möchte. Voraussetzung ist ein guter Job mit entsprechenden Einnahmen. Wenn man nur 1400 € netto verdient und 200 € durch großes Einschränken spart, kommt man auf keinen grünen Zweig. Tatsache ist, dass man schon 1000 - 2000 € im Monat sparen sollte, um in 10 - 15 Jahren zumindest die sogenannte minimale finanzielle Freiheit zu erreichen, sprich irgendwo bei 1200 - 1500 € Einnahmen herauszukommen. Und eine so lange Zeit wirklich minimal zu leben schaffen sehr wenige. Dazwischen kommt auch noch das Leben mit seinen überraschenden Ereignissen. Deshalb sind viele erfolglos. Aber ist das wirklich so schlimm? Wenn einer irgendwo bei 30.000 oder 50.000 € hängenbleibt, ist das auch ganz OK. Man bekommt ein bisschen passives Geld monatlich und hat eine gewisse Absicherung. Nichts verkehrtes daran. Ich schätze, dass keine 5% die finanzielle Freiheit erreichen, weil die Einnahmen, die Konsequenz und auch die Möglichkeiten nicht dafür sprechen. Trotz all dieser Einflüsse spare ich trotzdem weiter, ohne den letzten Cent umzudrehen und erfreue mich jedes jahr an den höheren Einnahmen. Vielleicht bin ich dann mal wirklich so weit, wer weiß?

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  4. finde Deinen Blog auch super. Und so viel Einschränken, wie man immer denkt, bzw. wie die anderen immer denken, die nicht sparen, ist das gar nicht. Z.B. bei Frauen: muss es jeden Monat eine neue Handtasche für 80,- sein, oder tuns auch mal über 2-3 Jahre vielleicht 2 schöne die man besitzt?!
    Meine Arbeitskollegen gehen 3 mal die Woche zum Mittagstisch in die Wirtschaft. ist ja sooo günstig. Sind nur 5,50 pro Menü. Mit Getränke und Trinkgeld ist man dann trotzdem gleich bei 9-10 Euro. Die anderen 2 Arbeitstage noch Döner oder Pizzaexpress. Ich nehme mir von unserem leckeren Abendessen vom Vorabend die Reste mit und mache sie in der Mikrowelle im Geschäft warm. Ist genau so lecker, aber vieeeel günstiger.
    Sind nur 2 Beispiele, die mich in der Lebensqualität kaum einschränken, aber auf Dauer eine Menge einzusparen ist. Und davon gibts noch viel mehr Sparmöglichkeiten...

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