Montag, 9. Dezember 2013

LED-Lampen statt Glühbirnen, Test und Vergleich

“We now know a thousand ways not to build a light bulb” – Thomas Alva Edison

Mein Projekt „Stromverbrauch reduzieren” läuft weiter ("4 Wege Stromkosten im Haushalt zu reduzieren"). In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen über den Austausch von Glühbirnen gegen LED-Lampen mitteilen.

Die Kosten für die Beleuchtung machen in einem Haushalt 9% der Stromkosten aus. Auf vielen Webseiten wird der Austausch von Glühbirnen gegen Energiesparlampen empfohlen. Die Glühbirne ist aus technologischer Sicht nicht anders als diejenige, die Edison im Jahr 1880 hat patentieren lassen. Nur 5% der aufgenommenen elektrischen Leistung werden im Bereich des sichtbaren Lichtes abgestrahlt. Der Rest strahlt als Wärme im Infrarotbereich ab.

Die Regierung hat sogar den Verkauf von Glühbirnen mit mehr als 60 W verboten. Für mein Pilotprojekt habe ich ein Excel-Sheet erstellt, mit dem ich den Stromverbrauch durch Eingabe von Leistung und Laufzeit berechnen kann. Dazu habe ich mein ELV-Strommessgerät für genaue Verbrauchsmessungen eingesetzt.

Als ersten Schritt habe ich drei „verdächtige“ Dauerbrennglühbirnen für mein Pilotprojekt ausgewählt
  • 60 W Glühbirne im Wohnzimmer, die circa 4 Stunden am Tag brennt 
  • 40 W Glühbirne im Wohnzimmer, die circa 4 Stunden am Tag brennt 
  • 40 W Glühbirne im Schlafzimmer, die circa 2 Stunden am Tag brennt 

Wir sind ungefähr 300 Tage im Jahr zu Hause, an denen wir Beleuchtung brauchen.

Für eine einfache Berechnung im Kopf:
1 Watt Leistung pro Stunde macht in 330 Tagen 0,3 kWh pro Jahr aus, was 0,094 € an Kosten bedeutet. Man kann auf 10 Cent aufrunden, weil der Strompreis noch steigen wird und weil es einfacher zu kalkulieren ist: Einfach die täglichen Laufzeiten mit Stromleistung multiplizieren und dann mal 10 Cent nehmen.

Folglich kostet die 60 W Glühbirne #1 im Wohnzimmer, die 4 Stunden am Tag in Betrieb ist, jährlich :

10 (Cent) x 60 (Watt) x 4 (Stunden) = 2400 Cent, also 24 €. Die Glühbirne #2 im Wohnzimmer kostet 16 € und die Glühbirne #3 im Schlafzimmer kostet 8 €. Alle drei kosten insgesamt 48 €.

Alternativen zu Glühbirnen

Als zweiten Schritt habe ich die Alternativen zu Glühbirnen recherchiert. Es gibt zwei Möglichkeiten: Energiesparlampen (Kompaktleuchstofflampen) und LED-Lampen.

Ich habe mit Energiesparlampen schlechte Erfahrungen. Die volle Leuchtkraft wird nicht sofort erreicht, sondern erst nach einigen Minuten. Sie sind nicht geeignet für schnelles Ein- und Ausschalten. Außerdem enthalten sie Quecksilber, das gesundheitsschädlich ist. Aus diesen Gründen habe ich mich für LED-Lampen entschieden.

Die LED-Technologie hat in den letzten Jahren eine große Entwicklung durchgemacht. Der Hauptkritikpunkt, dass das Licht nicht natürlich sei, ist überholt. Niedriger Stromverbrauch, hohe Lebensdauer (~ 10.000 Stunden; Glühbirnen haben circa 1000 Stunden Lebensdauer), schnelle Reaktionszeit beim Einschalten und Umweltverträglichkeit (kein Quecksilber) sind die Vorteile der LED-Lampen. LED-Lampen sind die Zukunft.


Ich habe viele Kundenrezessionen gelesen und habe ich mich für diese 3 LED-Lampen von Philips entschieden. Ich würde meinen Lesern von billigen LED-Lampen abraten. Die Kunden haben meist schlechte Erfahrungen. Entweder ist die Farbqualität ist nicht gut, das Licht nämlich künstlich, oder der Stromverbrauch ist höher als angegeben. Markenprodukte sind mittlerweile auch günstig zu haben, was vor einem Jahr nicht der Fall war.

Über Amazon bestellt, nach Hause kostenlos geliefert und installiert. Fertig! Man muss nur aufpassen, dass man die richtige Fassung bestellt (E14 oder E27). Ich war von der Lichtqualität positiv überrascht. Man kann den Unterschied kaum merken. Den tatsächlichen Verbrauch habe ich noch gemessen. Er ist noch niedriger als vom Hersteller angegeben.

Die Gesamtleistung der 3 Lampen ist mit dem Austausch von 140 W auf 17 W gesunken. Hier ist der Vergleich der Lampen bei unserem jährlichen Verbrauch.

Strompreis: 27,25 cent/kWh, 457g/kWh CO2 Ausstoss bei Rheinenerhie

37 € Ersparnis in einem Jahr!! Für die Lampen habe ich insgesamt 30 € bezahlt. Ein Austausch zahlt sich schon im ersten Jahr aus!! Der Austausch hat nicht nur finanzielle Vorteile, sondern bedeutet auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Dazu reduziert sich der Kohlendioxid-Ausstoss um 63 kg pro Jahr.

Ich habe mit meinem Pilotprojekt empirisch bewiesen, dass ein Austausch von Glühbirnen gegen LED-Lampen sich lohnt. Ich würde jedem empfehlen, LED-Lampen zu Hause einzusetzen.

Nächter Schritt: Die restlichen Glühbirnen und Halogenlampen gegen LED-Lampen austauschen.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Depotkosten und Tipps beim Eröffnen eines Depots

“Everyone has the brainpower to follow the stock market. If you made it through fifth-grade math, you can do it.” -Peter Lynch

Für die Gestaltung Ihres Portfolios mit Aktien-ETFs und Anleihen-ETFs brauchen Sie ein Depot (“Lege nicht alle Eier in einen Korb“). Ihr Depot können Sie bei der Bank eröffnen, bei der Sie Ihr Girokonto haben. Meine Empfehlung ist allerdings, das Depot nicht bei der gleichen Bank wie Ihr Girokonto zu eröffnen. Es ist viel besser, Tagesgeldkonto und Depot bei einer anderen Bank als das Girokonto zu halten. Sie können monatlich Ihre Ersparnisse („Zwei Methoden, die Ihnen Sparen garantieren“) auf diese Konten überweisen und während Ihrer Investment-Periode („Ab wann sind Aktien eine sinnvolle Geldanlage“) dort behalten.

Es gibt viele Banken und Brokerage-Firmen, die Ihnen ein Depot anbieten. Hier sind einige Tipps, was Sie vor der Eröffnung Ihres Depots beachten sollten.

Depotgebühren

Manche Banken erheben monatliche oder jährliche Kosten in Form von Depotführungsgebühren. Mittlerweile bieten aber viele Banken kostenlose Depots an. Vermeiden Sie diese Gebühren. Die Banken verdienen sowieso genug an Provisionen.

Online-Brokerage

Aktien oder ETFs per Telefon oder bei einer Filiale zu kaufen ist Geschichte. Wählen Sie einen Anbieter, bei dem Sie die Wertpapiere einfach Online via Internet-Brokerage mit niedrigen Gebühren handeln können.

Kapitalertragsteuer

Wählen Sie einen Anbieter, bei dem die Kapitalertragsteuer automatisch abgezogen wird, sobald sie anfällt. Bei machen Brokerage-Firmen wie Interactive Brokers, die ihren Sitz im Ausland haben, ist dies nicht der Fall. Sparen Sie sich die zusätzliche Arbeit bei der Steuererklärung. Vergessen Sie bitte nicht, Ihrer Bank den Freistellungauftrag einzureichen („Freistellungsauftrag von der Kapitalertragsteuer“), damit Sie für Ihre Kapitaleinkünfte bis 801 € keine Steuern zahlen.


Handelbare Börsen

Sie können über alle Depotanbieter in Deutschland bei den großen deutschen Börsen wie XETRA, Franfurt, Berlin, Stuttgart und München handeln. Eigentlich brauchen Sie nicht bei den ausländischen Börsen zu handeln. Erstens werden bei diesen Börsen zusätzliche Gebühren erhoben. Zweitens sind die meisten Aktien und ETFs, in die Sie Ihr Geld anlegen können, an den deutschen Börsen verfügbar. Wenn Sie Ihr Geld unbedingt in exotischen Märkten anlegen möchten („Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger“), achten Sie darauf, welche Börsen bei Ihrem Anbieter handelbar sind.  

Provisionen

Dies ist der wichtigste Faktor bei der Wahl Ihres Depotsanbieters. Diese Gebühren vermindern Ihre Rendite drastisch. Daher Vorsicht! Die Provision wird von den meisten Anbietern wie folgt berechnet:
  • Prozentual: Zum Beispiel 0,25% des Transaktionsvolumens
  • Mindestgebühr pro Transaktion: 7,90 €, 10 € , 15 € oder höher

Beispiel: Die Provision bei der Ing-Diba beträgt 0,25% des Kurswerts, mindestens jedoch 9,90 €
Bei einem ETF-Kauf im Wert von 2000 € wird die Bank 9,90 € an Provision erheben.  Bei einem Wert von 5000 € steigt die Provision auf 12,50 €.

Direkthandel

Außer Provision zahlen Sie bei jeder Transaktion Börsengebühren. Sie sind zwar nicht so hoch wie die Provision, stellen aber schon einen Kostenfaktor dar. Zum Beispiel fallen folgende Börsengebühren für ein Ordervolumen von 2500 € an:
  • XETRA 1,75 €
  • Frankfurt 5,25 €
  • Düsseldorf 2,69 €
  • Berlin und München 3,05 €
  • Stuttgart 7 €

Sie können bei manchen Banken über den Direkthandel (z.B Tradegate) ohne Börsengebühren handeln. Sie müssen aber daraf achten, dass Sie wegen eines ggf. hohen Spreads (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis eines Wertpapiers) nicht mehr zahlen als bei den oben genannten Börsen! Nichtsdestotrotz sind Anbieter, die Direkthandel anbieten, attraktiver für die Anleger.

Sparpläne

Sparpläne klingen gut, sind aber meiner Meinung nach eine Abzocke durch höhere Provisionen. Außerdem werden oft teure Aktienfonds in den Sparplänen angeboten („Aktienfonds als Geldanlage“). Ich werde mich mit Sparplänen in einem separaten Artikel befassen.

Neukundenbonus

Wenn Sie noch kein Depot haben oder Ihr Depot wechseln möchten, bekommen Sie bei manchen Anbietern einen Neukundenbonus in Form einer Gutschrift oder kostenloser Orders (Free Trades). Free Trades sind eine sehr gute Möglichkeit für Neuanleger, die noch keine Aktien oder ETFs haben und ein Portfolio getalten möchten. Damit zahlen Sie für Ihre Orders eine Weile keine Provision.

Freunde werben Freunde

Genau wie bei der Eröffnung eines Girokontos („Kontogebühren, Tipps für Ihr Girokonto“) können Sie in Ihrem Freundeskreis nachfragen, ob jemand schon ein Depot beim dem Anbieter hat, an dem Sie interessiert sind. Ihr Bekannter kann Sie bei der Bank werben und bekommt entsprechend eine Prämie.

Ich habe mein Depot bei der Ing-Diba, was ich auch normalen Anlegern empfehlen würde. Diese Bank erfüllt meine Erwartungen, hat relativ niedrige Transaktionsgebühren und bietet Direkthandel an. Nehmen Sie als Neukundenbonus „Free Trades“ und sparen Sie eine Menge Geld, nämlich in Höhe der Provisionen für die ersten 20 Orders in den ersten 6 Monaten.

Donnerstag, 28. November 2013

IWF denkt über Zwangsabgabe zur Finanzierung der Staatsverschuldung nach

Heute möchte ich einen neuen Gastbeitrag über die möglichen Pläne des IWF bezüglich Zwangsabgabe veröffentlichen.

Um die immer weiter ausufernde Staatsverschuldung einzudämmen, prüft der IWF in seinem Fiskalbericht „Taxing Times“ eine mögliche Vermögensabgabe in Höhe von zehn Prozent. Sie würde nicht nur Einwohner der Krisenländer, sondern auch deutsche Sparer treffen, die so zum Teil enteignet würden. 

Die möglichen Pläne des IWF


Der Internationale Währungsfonds beschäftigt sich regelmäßig mit der Verschuldung im Euro-Raum und sieht sich dabei einer enormen Verschuldung aller europäischen Länder gegenüber. Diese Verschuldung, so die Washingtoner Finanzexperten, ist kaum mehr zu regulieren und wohl auch mit drastischen Sparmaßnahmen nicht in den Griff zu bekommen. Sie schlagen daher in ihrem aktuellen Fiskalbericht eine zehnprozentige Vermögensabgabe vor, die von allen Bürgern der EU zu tragen ist. Damit könnten ein Großteil der Schulden zurückgezahlt und die Staatsverschuldung gebremst werden. Der IWF verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass auch nach den zwei Weltkriegen bereits derartige Sondersteuern erhoben wurden, um die Staaten zu finanzieren. In Deutschland ist eine solche Abgabe sogar rechtlich im Grundgesetz legitimiert. In Artikel drei heißt es hierzu, dass eine Enteignung „zum Wohle der Allgemeinheit“ jederzeit möglich ist.

Die globale Verschuldung im Detail


Viele Länder der Erde, darunter die 17 EU-Staaten und die USA, nahmen in den vergangenen Jahren hohe Schulden auf, um hiermit die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise nach der Lehmann-Pleite im Jahr 2007 zu kompensieren und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Zurück blieben immense Schulden, die sich weltweit auf gut 52 Billionen US-Dollar belaufen. Allein Deutschland trägt derzeit eine Schuldenlast von 2,2 Billionen Euro, für die pro Jahr 48,6 Milliarden Euro Zinsen zu zahlen sind. Innerhalb der EU betragen die Schulden durchschnittlich 90 Prozent des BIP und können so kaum mehr geschultert werden. Vor allem dann, wenn die Zinsen wieder steigen sollten, könnte dies das Aus bedeuten. Mit der vom IWF angedachten Zwangsabgabe jedoch wäre es möglich, die Schuldenbelastung der Euro-Staaten deutlich zu senken und sogar unter das Niveau von 2007 zu drücken. Damit wäre aus Sicht der Experten eine gute Basis für Restrukturierungen geschaffen.

Die Folgen für deutsche Anleger


Deutsche Anleger könnten einer solchen Vermögensabgabe, sollte sie denn beschlossen werden, kaum entkommen. Schließlich sind nahezu alle Vermögenswerte, von Sparguthaben über Wertpapiere bis hin zu Immobilien, erfasst und daher nachvollziehbar. Finanzexperte Tim Schieferstein, der als Geschäftsführer der Fondsvermittlung24.de Geschlossene Beteiligungen GmbH tätig ist, sieht daher ein strukturiertes Investment als einzige Lösung, den Folgen der Zwangsabgabe zu entgehen. Er rät Anlegern, vor allem in Werte zu investieren, die von der aktuellen Schuldenpolitik der Notenbanken in Form von billigem Geld profitieren und überdurchschnittliches Wachstum erzielen können. Hierzu gehören vor allem Aktien, aber auch Immobilien und Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie können schon VOR der Vermögensabgabe dafür sorgen, dass das Ersparte wächst und die eventuell kommende Abgabe so kaum zu spüren ist.

Montag, 25. November 2013

4 Wege Stromkosten im Haushalt zu reduzieren

“We can create a more sustainable, cleaner and safer world by making wiser energy choices.” - Robert Alan Silverstein

Wie ich in meinem letzten Artikel “Energiewende, Strompreis und die Auswirkungen auf dieVerbraucher“ verkündet habe, werde ich ein paar Artikel dem Strompreis und Stromverbrauch widmen. 

Als persönliche Reaktion zu Energiewende und steigenden Strompreisen habe ich mich in den letzten Wochen mit dem Thema Strom beschäftigt. Die Kosten sind für mich nicht der einzige Grund für diese Bemühung. Die Energiewende ist nicht nur eine Wende von Kernenergie zu Ökostrom, sondern auch zu Braun- und Steinkohle. Ich möchte auch meinen persönlichen Beitrag zu klimaschädlichem Kohlen- und Schwefeldioxid damit reduzieren.


Hier sind 4 Tipps, Stromverbrauch und Stromkosten in Ihrer Haushalt zu reduzieren:


1) Stromanbieter wechseln

Das ist die schnellste Methode, Ihre Stromkosten zu reduzieren. Viele Verbraucher sind noch beim Grundversorger in ihrem Gebiet, der den teuersten Strom anbietet. Die Qualität des Stroms ändert sich jedoch von Anbieter zu Anbieter nicht. Man hat eigentlich mit dem Versorger nichts zu tun außer den jährlichen Abrechnungen und Benachrichtigungen über Preiserhöhungen.

Genau wie bei der Kfz-Versicherung (Kfz-Versicherung, Vergleich und Wechsel“) können Sie Stromanbieter in Vergleichsportalen wie www.verivox.de vergleichen, und Ihren Anbieter relativ einfach wechseln. Bitte lesen Sie die Angebote und Konditionen sorgfältig durch. Sie müssen vermeiden, das erste Jahr günstigen Strom zu bekommen und ab dem zweitem Jahr über den Tisch gezogen zu werden. Ein jährlicher Wechsel des Anbieters lohnt sich am meisten!

2) Große Haushaltsgeräte austauschen

Große Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine sind die Hauptursachen für hohen Stromverbrauch im Haushalt. Sie machen circa 29% des Stromverbrauchs in einem durchschnittlichem Haushalt aus. Bei diesem Artikel auf focus.de können Sie den Verbrauch von einzelnen Geräten in Erfahrung bringen. Wenn Sie alte Geräte haben, zum Beispiel über 10 Jahre alt, ist ein Austausch gegen ein neues Gerät empfehlenswert. Ein neuer Kühlschrank oder eine neue Waschmaschine mit Energieeffizienzklasse A++ oder A+++ lohnen sich nach ein paar Jahren. 

Messen Sie den Verbrauch vor Ihren Geräten mit einem Strommessgerät. Viele Anbieter leihen diese kostenlos aus. Ich habe mir für meine Studie ein Messgerät von ELV gekauft. Vergleichen Sie den tatsächlichen Verbrauch Ihrer Geräte mit Vergleichswerten der energieeffizienten Geräten. Als Beispiel hat ein 346 L Kühlschrank von Siemens mit Energieeffizienzklasse A+++ einen Stromverbrauch von 75 kWh/Jahr. Ein 300 L Kühlschrank Baujahr 2000 hat dagegen einen Verbrauch von 367 kWh/Jahr, was jedes Jahr zusätzliche Stromkosten in Höhe von circa 81 € verursacht.

Wenn Sie ein neues Gerät kaufen, seien Sie vorsichtig mit Preis und Energieeffizienz. Billig ist nicht immer billig. Vielleicht kostet ein Gerät mit Energieeffizienzklasse A+ 140 € weniger als ein A+++-Gerät. Es kostet aber pro Jahr 20 € mehr. Bei einer Lebenszeit von 15 Jahren lohnt es sich, das teurere Gerät zu kaufen.  

Bei unserem nächten Umzug werden wir die ganze Küche neu kaufen müssen, dazu eventuell eine Waschmaschine. Laut meiner Recherche macht es am meisten Sinn, den Kühlschrank und die Waschmaschine mit Energieeffizienzklasse A+++ zu kaufen. Bei der Spülmaschine reichen jedoch A++-Geräte.

3) Normale Lampen gegen LED Lampen austauschen

Die Beleuchtung macht in einem durschnittlichen Haushalt 9% des Stromverbrauchs aus. Hier gibt es auch ein großes Sparpotenzial, welches ich in einem separaten Artikel detalliert erklären werde. Kurz gesagt: Ersetzen Sie alle Lampen, die länger als eine Stunde am Tag brennen, durch LED-Leuchten.

4) Stand-by-Geräte abschalten

Es ist vielen Menschen nicht bekannt, dass die Geräte auch Strom verbrauchen, wenn sie ausgeschaltet sind. Meine Messungen hierzu mit einem Strommessgerät und das Sparpotenzial werde ich auch in einem anderen Artikel behandeln. Kurz gesagt: Schalten Sie Fernseher, Spielekonsolen und Audiogeräte komplett aus, wenn Sie das Haus verlassen oder schlafen.

Weitere Optimierungen

Es gibt weitere Optimierungsmöglichkeiten, die man auf anderen Webseiten nachlesen kann. Wasser mit dem Wasserkocher statt auf dem Herd kochen, mit Deckel kochen, schneller duschen, gefrorene Sachen erst auftauen, Eierkocher verwenden, alle Kleider auf einmal bügeln usw. Viele machen natürlich Sinn. Ich finde sie aber teilweise ein bisschen übertrieben und kleinkariert. Man muss sich ja nicht über alles Gedanken machen und ein Stromspar-Freak werden. Die Ersparnisse in diesen Tipps sind nicht hoch genug, sich dafür so viel Mühe zu machen.

Wenn Sie die obengenannten vier Tipps beherzigen, ist die Ersparnis gut genug, um Ihre Sparquote zu erhöhen und Ihren Beitrag zu Klimaschutz zu leisten ("Net Cashflow ist König").

Dienstag, 19. November 2013

Energiewende, Strompreis und die Auswirkungen auf die Verbraucher

“I shall make electricity so cheap that only the rich can afford to burn candles”- Thomas Alva Edison

Der Strompreis in Deutschland kennt nur eine Richtung: Nach oben. Ökoforderungen wie die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und Offshore-Umlage haben den Strompreis in den letzten Jahren für den Normalverbraucher auf 28,73 Cent getrieben. Die EEG-Umlage macht 5,28 Cent davon aus. 2014 wird sich die Umlage auf 6,24 Cent erhöhen, auf bis zu 7 Cent in 2015. Die Sonne scheint und Hauseigentümer mit Solaranlagen auf dem Dach freuen sich besonders. Der Wind weht und die Bauern mit ihren Windrädern auf dem Grundstück geniessen das Drehen der Räder.

Die Verlierer der Energiewende sind verschiedene Gruppen: Es ist eine der größten Vermögensumverteilungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Die großen Stromkonzerne RWE und E.ON schalten ihre Kernkraftwerke ab. Ihre effizienten Gaskraftwerke sind nicht mehr rentabel, da der tatsächliche Strompreis auf dem Energiemarkt eigentlich sehr niedrig ist. Das ist der Grund, warum die Aktienkurse von diesen Unternehmen im Keller liegen.

Mittelständische Unternehmen, besonders diejenigen in der energieintensiven Industrie (Chemie, Stahl, Papier, Baustoff, usw.), sind von Energiewende und Strompreisanstieg stark betroffen. In diesen Industrien machen die Stromkosten nämlich einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Große energieintensive Konzerne kommen aber irgendwie klar, weil sie staatlich gefördert werden. Sonst sind die Arbeitsplätze weg. Und natürlich sind die Normalverbraucher ein großer Verlierer der Energiewende.

Ein durchschnittler 2-Personen-Haushalt verbraucht jährlich 3500 kWh Strom, größere Familien mit 2 Kindern sogar 5000 kWh. Eine Preiserhöhung von 1 Cent pro kWh verursacht in diesen Familien zwischen 35 € und 50 € mehr Kosten pro Jahr. Seit 2010 ist der Preis schon um circa 5 Cent gestiegen, was 175 € bis 250 € mehr Kosten entspricht!!


Sie sehen oben eine Prognose des Strompreises bis 2020. Wenn der Trend sich fortsetzt, wird der Strom 2020 über 33 Cent kosten. Das bedeutet weitere 250 € Mehrkosten für unsere 4-köpfige Familie. Man kann natürlich hoffen, dass die Politik etwas dagegen unternimmt. Ich glaube persönlich, dass eine Trendwende unmöglich ist. Die neue Regierung muss erstmal ihre Wahlgeschenke verteilen, bevor sie sich mit diesem Thema beschäftigt. Die hohen Strompreise verursachen Armut bei Geringverdienern und vielen Rentnern. Naja, vielleicht kann man die Steuern erhöhen und diesen Menschen 20 € mehr Rente oder Staatshilfe geben. 

Meine Philosophie ist ganz klar: Erwarten Sie nichts von anderen, besonders vom Staat, und übernehmen Sie die Verantwortung selber („Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen“). Es ist möglich den Stromverbrauch und die Stromkosten zu reduzieren.

Obwohl unsere Stromkosten nicht sehr hoch sind (circa 1200 kWh in einen 2-Personen Haushalt ohne elektrische Warmwasserbereitung), habe ich mich in letzter Zeit mit dem Thema Stromverbrauch und Stromkosten beschäftigt. Ich werde meine Tipps und Erkentnisse in den nächsten Artikeln meinen Lesern mitteilen.

Samstag, 16. November 2013

250 € Bonus für Depotwechsel zu comdirect

Dieser Post ist zwar kein Artikel, wie ich normalerweise einen schreiben würde. Ich habe aber ein Superangebot gefunden und wollte es kurzfristig meinen Lesern mitteilen. Das Angebot ist so gut, dass ich den Drang hatte, es weiterzuempfehlen. Nach dem Ablauf des Angebots wird dieser Post gelöscht. Ich werde einen „Freunde werben Freunde“-Bonus bekommen, falls Sie ein Depot über den Link unten eröffnen.


Comdirect bietet bis Ende November 2013 bis zu 250 € Prämie, wenn Sie Ihre Wertpapiere von anderen Banken auf ein comdirect-Depot übertragen. Wenn Sie Fonds oder ETFs besitzen, ist es ein Superangebot für Sie. Das Angebot gilt für alte und neue Kunden!

Die Höhe der Prämie beträgt 1 % des übertragenen Fondsvolumens inkl. ETFs von mindestens 1.000 Euro, maximal jedoch 250 Euro.

Ich habe heute mein Depotübertragsformular abgeschickt und freue mich auf die Prämie. Ein Freund von mir hat sein Depot auch bereits übertragen.

Montag, 11. November 2013

Kontogebühren, Tipps für Ihr Girokonto

“A bank is a place that will lend you money if you can prove that you don't need it.” - Bob Hope

Zahlen Sie noch Kontogebühren für Ihr Girokonto? Ich nicht. Seit meiner Studienzeit habe ich für die Kontoführung meines Girokontos keinen Cent bezahlt. Ich habe erstaunlicherweise festgestellt, dass viele Menschen monatlich Geld als Kontogebühren zahlen. Sogar jahrelang..

Diese Situation ist historisch gewachsen und bei den traditionellen Filialbanken immer noch gegeben. Das ist der Grund, warum mein Arbeitgeber mir zusätzlich zum Gehalt noch 1,28€ Kontoführungsgebühr überweist. Wenn man sich an diese Gebühren einmal gewöhnt hat, wird es selbstverständlich und wird nicht mehr in Frage gestellt.

Hier sind die monatlichen Kontoführungsgebühren der gewöhnlichen Filialbanken (Stand November 2013 für Girokonten)
  • Deutsche Bank: Aktivkonto 4,99 €
  • Commerzbank: 9,90 €
  • Sparkasse : 4 €


Wenn Sie ihr Girokonto in einer der obengenannten oder ähnlichen Filialbanken haben, zahlen Sie jährlich zwischen 48 € und 120 € nur für die Kontoführung! Das ist verschenktes Geld! Wenn Sie das Konto als Gehaltseingangskonto nutzen, verfallen die Gebühren je nach Bank. Dazu bleibt Ihr Geld aber zinsfrei auf dem Girokonto, und die Banken verleihen das Geld als Raten-, Auto- oder Immobilienkredit an andere Kunden - gegen 3% bis 15% Zinsen. Manche Banken (z.B. Deutsche Bank) spekulieren sogar über ihre „Investment Banking“- Tochtergesellschaften über Lebensmittelpreise und verursachen Armut und Hunger in den Dritte-Welt-Ländern.

Was ist die Alternative?

Die Alternative ist, einfach Ihre Bank zu wechseln. Heutzutage sind die Kontoführungsgebühren überflüssig. Sie sollten ein Girokonto haben, das null Euro kostet. Keinen Cent mehr! Hier sind einige Tipps, worauf Sie bei der Wahl Ihrer Bank achten sollten:

- Kostenlose Geldabhebungen

Sie müssen eine Bank wählen, bei der Sie kostenlos Geld abheben können. Dazu bitte schauen, ob Sie einen Bankautomat in Ihrer Nähe haben.

- Online-Banking

Online-Banking ist sehr empfehlenswert, um Zeit zu sparen und einen besseren Überblick über Ihre Ausgaben zu erhalten („Analysieren Sie Ihre Ausgaben“). Manche Banken erheben zusätzliche Gebühren für das Porto der Abrechnungen.  Nutzen Sie deshalb nur Online-Postfach.

- Neukunden-Bonus

Einige Banken wie Ing-Diba, Postbank, Comdirect und Cortal Consors haben einen Neukundenbonus zwischen 50 € und 75 €. Das ist ein super Angebot, wenn Sie sowieso Ihre Bank wechseln möchten.

- Freunde werben Freunde

Wenn Sie sich für eine neue Bank entschieden haben, fragen Sie in Ihrem Freundeskreis, ob jemand schon sein Konto bei dieser Bank hat. Viele Banken haben „Freunde werben Freunde“-Aktionen, bei denen der Werbende eine Prämie oder einfach „Bargeld“ bekommt. Dieses Geld können Sie Ihrem Freund schenken, 50%-50% teilen oder für ein gemeinsames Essen nutzen.

Ich habe zwei Girokonten. Eins bei der Targobank (auch eine Filialbank), welches ich als Gehaltskonto nutze. Daher zahle ich keine Kontoführungsgebühren. Dazu habe ich ein Konto bei der Ing-Diba, welches ich wegen des praktischen Online-Bankings und dem Neukundenbonus von EUR 75 empfehlen würde. Meine Freundin und ich („Die Rolle des Partners in finanzieller Freiheit“) haben ein gemeinsames Konto für unseren Haushalt bei Comdirect. Dieses bietet kostenlose Kontoführung, zwei EC-Karten und einen Neukundenbonus von 50 €.

Montag, 4. November 2013

Bischof Tebartz-van Elst, Kirche und Kirchensteuer

"For the big churches, transparency is very damaging to their business plan. Nobody wants to donate to a rich organization" – Carsten Frerk

Die Affäre um Prunk-Bischof Tebartz-van Elst und seinen 40-Millionen-Euro-Sitz in Limburg hat in Deutschland eine heftige Diskussion ausgelöst. Die Einnahmen und das Vermögen der Kirche in Deutschland waren bis jetzt ein Tabuthema, das weder in den Medien noch in der Politik offen diskutiert wurde. Die katholischen Bistümer haben laut „Welt“ und „Spiegel“ falsche Angaben zu ihrem Vermögen gemacht.


Die Kirchen sind scheinbar viel reicher als gedacht: Verschiedene Kassen, Vermögenswerte wie Immobilien, Rücklagen, Aktien, Teilhabe an Unternehmen, Klosterbetriebe, Wälder, Ackerland, usw.. 345 Milliarden Euro besitzen katholische und evangelische Kirche in Deutschland laut „Wirtschaftswoche“.

Zu den Einnahmen durch diese Vermögenswerte dazu kommen natürlich Einnahmen durch Kirchensteuer, Fördermittel und Zuschüsse, Staatsleistungen und Entgelte für kirchliche Leistungen. Trotz der sinkenden Zahl von Kirchenmitgliedern sind die Steuereinnahmen für die beiden Kirchen im Jahr 2013 auf einen Rekordwert von circa 10 Milliarden Euro gestiegen. Die hohen Steuereinnahmen des Staates aufgrund von Mehrbeschäftigung, höheren Lohnen und Kaltprogression wirken sich sofort auf die Kirchensteuer aus, weil diese an die Einkommensteuer gekoppelt ist.

Das Interessante ist, dass die Ausgaben der Kirchen nicht geprüft werden wie bei einem Unternehmen. Die Wirtschaftlichkeit der Ausgaben ist egal. Ich befürchte, dass der Prunk-Bischof Tebartz-van Elst nur der Spitze des Eisberges ist. 10 Billiarden Euro sind eine Menge Geld.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Einfluss der Kirchensteuer auf das Net Cashflow wieder erwähnen („Net Cashflow ist König“). 9% zusätzliche Steuer auf die normale Einkommensteuer ist meiner Meinung nach sehr viel. Die Einkommensteuer mit der Kaltprogression selbst ist schlimm genug. Mit einem jährlichen Einkommen von 50000 € zahlt ein Arbeitnehmer circa 840 € Kirchensteuer an die bereits reiche Kirche. Dieses Ersparnis kann die Sparquote stark erhöhen („Mehr Netto vom Brutto und die Sparquote“).

Wie ich in meinem Artikel „Kirchensteuer, großes Potenzial für Ersparnis“ geschrieben habe, möchte ich meinen Lesern nicht sagen, dass sie aus der Kirche austreten sollen. Es ist eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich selber treffen muss.

Wie trete ich aus der Kirche aus?

Viele Menschen denken, dass ein Kirchenaustritt schwierig ist. Eigentlich ist er das nicht. In NRW zum Beispiel muss man einfach persönlich beim Amtsgericht vorbei gehen, Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung und 30 € mitbringen. Falls verheiratet, geschieden oder verwitwet, die Heiratsurkunde oder das Scheidungsurteil dazu mitbringen.

Sonntag, 27. Oktober 2013

KFZ-Versicherung, Vergleich und Wechsel

“There are worse things in life than death. Have you ever spent an evening with an insurance salesman?” - Woody Allen

In der letzten jährlichen Analyse meiner Ausgaben („Setzen Sie sich finanzielle Ziele für das kommende Jahr“) habe ich festgestellt, dass ich die Ausgaben für mein Auto reduzieren sollte. Die KFZ-Steuer, Benzinkosten, Wartung, Öl- und Reifenwechsel und die Kfz-Versicherung addieren sich schnell zu einer relativ hohen Summe. Die Kfz-Versicherung macht einen großen Teil dieser Ausgaben aus. Diese Ausgabe möchte ich nächstes Jahr wesentlich reduzieren.


Ehrlich gesagt habe ich beim Kauf meines Autos über die Kfz-Versicherung nicht viel nachgedacht. Ich hatte Null Fahrerfahrung in Deutschland, die ich beweisen konnte. Um 240% Schadenfreiheitsklasse (SF 0) zu vermeiden, habe ich über einen Bekannten einen Versicherer gefunden, mit dem ich 140% (SF 1) vereinbaren konnte. Seit drei Jahren bin ich bei diesem Versicherer und zahle halbjährlich fleißig gutes Geld. Die Beiträge waren dieses Jahr insgesamt 616 € für die Haftpflichtversicherung.

Wie mein Freund Barthelemy Piat in seinem Gastartikel „Warum Treue sich nicht immer lohnt“ empfohlen hat, habe ich im Internet die Angebote verglichen. Ich habe dafür mehrere Vergleichsportale wie www.check24.de, www.verivox.de und www.transparo.de benutzt. Die Ergebnisse haben mich sehr schockiert. Ich hatte schon was Günstigeres für meine SF-Klasse erwartet, so vielleicht 100-150 € günstiger. Das günstigste Angebot von einem seriösen Versicherer liegt bei 255 €!! Also 361 € günstiger, was fast 60% entspricht.

Ich habe sofort eine Kündigung an meinen Versicherer geschrieben. Innerhalb von 2 Wochen war die Kündigung bestätigt. Danach habe ich online einen neuen Versicherungsvertrag abgeschlossen. Fertig! Für circa 1,5 Stunden Arbeit werde ich nächstes Jahr einfach 361 € sparen („Wie man sich ohne Nebenjob einen Stundenlohn schafft“).

Ich denke, es gibt viel mehr Sparpotenzial, wenn man dazu noch eine Kaskoversicherung hat.

Hier sind die 4 einfachen Schritte für Kfz-Versicherungs-Vergleich und -Wechsel:

  • Halten Sie Ihren Fahrzeugbrief bereit
  • Nutzen Sie die obengenannten Vergleichsportale für einen Kfz-Versicherungs-Vergleich
  • Kündigen Sie Ihrem jetzigen Versicherer bis zum 30.November (Stichtag) per Post
  • Schließen Sie den neuen Versicherungsvertrag ab
Um den Rest kümmert sich der Versicherer und Sie bekommen eine Bestätigung per Post.

Hier zu beachten:
  • Bitte verpassen Sie die Kündigungsfrist nicht. 
  • Nicht unbedingt den günstigsten Versicherer nehmen. Schauen Sie sich die Kundenbewertungen für die Versicherer an.

Montag, 21. Oktober 2013

Sparbuch und Tagesgeldkonto vs. Aktien-ETFs

"Take risks: if you win, you will be happy; if you lose, you will be wise." – Anonymous

Ich bekomme von meiner Bank Ing-Diba ab und zu interessante Artikel über Geldanlagen. Im letzten Artikel ging es um einen Zinsvergleich zwischen Sparbuch und Tagesgeldkonto. Laut diesem Artikel verschenkt ein Sparbuch-inhaber über den Zeitraum von zehn Jahren mehr als 1000 € an Zinsen und Zinseszinzen für ein Vermögen von 10.000 € („Populäre und sichere Geldanlagen“).


Ich würde normalerweise denken, dass rationale Menschen alle Sparbücher schließen würden, weil sie mittlerweile keinen Sinn mehr machen. Vielleicht bleibt höchstens noch die Mietkautionen oder Ähnliches. Was denken Sie, wie viel Geld in Deutschland auf Sparkonten geparkt ist? Einstellige, zweistellige oder dreistellige Milliardenbeträge?

Kaum zu glauben, aber aktuell (September 2013) gibt es 115 Milliarden Euro auf Sparkonten („Festgeldkonten als sichere Anlage“). Es wundert mich tatsächlich, wer die Inhaber dieser Konten sind? Die Oma aus dem Supermarkt oder der junge Arbeitskollege von nebenan? Ich habe Freunde, die sogar eine Menge Geld auf dem Girokonto haben.

Es wird noch krasser, wenn man Sparbuch und Tagesgeldkonto mit Aktien vergleicht („Historische Performance von DAX und Dow Jones“). Der Sparbuch-Liebhaber mit seinen 10.000 € verschenkt in 10 Jahren eigentlich nicht nur 1000 €, sondern mehr als 7000 € (gerechnet mit einer konservativen Nettorendite von 6%). Die Angst vor Risiken („Risiko bei Geldanlagen“) macht viele Menschen in der Realität ärmer als vorher! Sparbücher und Tagesgeldkonten bringen mittlerweile eine negative reale Rendite („Lebensmittelpreise und Inflation in Deutschland“).

Meine Empfehlung für das Anlegen von Geld ist daher folgende:
  1. Tagesgeldkonto eröffnen („Tagesgeldkonto eröffnen“
  2. Jeden Monat einen bestimmten Geldbetrag auf dieses Konto überweisen („Bezahle Dich selbst zuerst“
  3. Nutzen Sie das Tagesgeldkonto als Depot für Geld für Notfälle und als Zwischenstopp, bevor Sie Ihr Geld in renditebringende Geldanlagen investieren 
  4. Eröffnen Sie ein Depot, um Aktien und ETFs zu kaufen 
  5. Gestalten Sie sich ein diversifiziertes Portfolio („Lege nicht alle Eier in einen Korb“
  6. Legen Sie Ihr Geld regelmäßig in Aktien-ETFs („Aktien-ETFs als Geldanlage“) und Anleihen-ETFs an („Staatsanleihen aus Schwellenländern“)
Detaillerte Informationen über Geldanlagen und ETFs können Sie in anderen Artikel in diesem Blog „Der goldene Adler“ unter „Geld Anlegen“ lesen.

Montag, 14. Oktober 2013

Sparen beim Kauf von Unterhaltungselektronik

“The new information technology... Internet and e-mail... have practically eliminated the physical costs of communications.” - Peter Drucker

Meine regelmäßigen Leser wissen wahrscheinlich schon, dass ich kein Freund vom Besitz bzw. Kauf von Schnick-Schnack bin („Brauche ich das wirklich?“). Meine generelle Empfehlung ist, dass man bei jedem Einkauf versuchen sollte, das Beste für sein Geld zu bekommen. Die Käufer sollten sich ein paar Gedanken machen, bevor sie sich dazu entscheiden, irgendetwas zu kaufen. Am besten sollte man ein paar Nächte darüber schlafen. Denn meistens ist die erste Euphorie nach dem Kauf schnell vorbei.

Andererseits wünschen sich Menschen eben Dinge, die sie unbedingt haben wollen. Diese Wünsche mögen sie tatsächlich über einen langen Zeitraum glücklich machen und ihre Lebensqualität erhöhen. 

Unterhaltungselektronik wie Fernseher, Handys, Computer, Tablets, Audiogeräte und Kameras gehören in diese Kategorie. Ich persönlich hatte auch einen solchen Wunsch: ein Soundbar als Hifi-System für unser Wohnzimmer.


In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen mitteilen und ein paar Tipps geben, worauf man beim Kauf von Elektronik achten sollte, damit man Geld sparen und das beste für sein Geld bekommen kann.

1) Nicht immer das neueste Modell kaufen


Die Technik bei Unterhaltungselektronik entwickelt sich extrem schnell. Es gibt alle 6-12 Monate neue Modelle. Das neueste Modell, das Sie heute teuer kaufen, ist bald nicht mehr so populär. Was passiert denn mit den alten Modellen, die die Unternehmen noch auf Lager haben? Der Preis wird reduziert, damit sie überhaupt verkauft werden können. Diese Modelle sind eigentlich nicht schlecht. Sie waren vor 6 Monaten noch „hip“ und haben alle Bedürfnisse erfüllt.

Also, nicht immer das neueste Modell kaufen, sondern ein älteres Modell auswählen. Wenn Sie sich für ein Lieblingsmodell entschieden haben, seien Sie ein bisschen geduldig und warten Sie ein paar Monate, bis ein neues Modell kommt und der Preis für Ihr Lieblingsteil sinkt.

2) Preise vergleichen und Online bestellen


Die Menschen, die alles bei Saturn oder Mediamarkt kaufen, verwundern mich. Online-Händler bieten dieselben Artikel bis zu 30-40% günstiger und sie liefern sie auch noch bis an die Haustür. Benutzen Sie Preisvergleichsportale wie www.geizkragen.de, www.guenstiger.de oder http://www.chip.de/preisvergleich/

Die meisten Online-Anbieter sind sehr seriös und kundenorientiert. Die Herstellungstechnik hat sich in den letzten Jahren so verbessert, dass die Fabriken kaum defekte Elektronik mehr rausgeben. Als Beratung verpackte Verkaufsgespräche vom Ladenverkäufer brauchen Sie nach meiner Auffassung auch nicht. Also, es spricht nichts dafür, unbedingt bei Elektroläden kaufen zu wollen. Vergleichen Sie die Preise und bestellen Sie bei einem günstigen Anbieter (bitte Versandkosten nicht übersehen!). Sie haben eine hohe Chance, ein für sie passendes Schnäppchen zu finden.

3) Die Marke ist nicht alles, Rezensionen lesen


Es ist sehr wichtig, dass Sie für Ihr Geld einen entsprechenden Gegenwert bekommen. Eine bekannte Marke bei Unterhaltungselektronik steht nicht unbedingt dafür, dass der Artikel eine Top-Qualität hat und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Lesen Sie die Kundenrezensionen und die Expertenreviews im Internet z.B bei www.amazon.de, www.chip.de, oder englischsprachigen Technologiewebseiten wie www.thewirecutter.com, www.techradar.com oder www.theverge.com

Sie können sehr wertvolle Kritiken, Tests und Analysen finden. Machen Sie sich vor Ihrem Einkauf schlau, vergleichen Sie unterschiedliche Marken und kaufen Sie das Produkt mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Viele Menschen sind leider ungeduldig. Sie haben keine Zeit und Lust, vor dem Einkauf zu recherchieren. Sie sehen das große Sparpotenzial dabei leider nicht. Mit einer Stunde Vorarbeit habe ich beim Kauf meines Soundbars 150 € gespart. Nicht schlecht für eine Stunde Arbeit („Wie man sich ohne Nebenjob einen Stundenlohn schafft“)!

Montag, 7. Oktober 2013

Teure Hobbies und Vermögensaufbau

“Making money is a hobby that will complement any other hobbies you have, beautifully.” - Scott Alexander

Ich habe viele Freunde und Bekannte, die überdurchschnittlich hohe Einkommen haben. Manche von ihnen haben das folgende Problem: „Geldüberfluss

Ja, ihr Problem ist nicht, dass sie zu „wenig verdienen“. Sie verdienen gut genug, dass sie jeden Monat eine bestimme Summe Geld für ihren Vermögensaufbau anlegen können („Zwei Methoden, die Ihnen Sparen garantieren“). Sie wissen aber nicht, wie sie ihr Geld anlegen sollen. Tagesgeldkonto bringt ja fast nichts („Tagesgeldkonto eröffnen“). Was machen sie stattdessen? Sie geben ihr Geld für teure Hobbies aus. Diese Hobbies dienen als Ausgleich für die 45-50 Stunden pro Arbeitswoche; quasi eine Entschädigung, um Karriere und hohe Arbeitsstunden zu rechtfertigen. Ähnlich ist es bei manchen Leuten, die an den Wochenenden fürs Partymachen viel Geld ausgeben („Kosten von Getränken beim Feiern und Ausgehen“).


Hier sind ein paar teure Hobbies, um zu verdeutlichen, wovon ich spreche:
  • Skifahren – der Klassiker bei den Gutverdienern. Das ist mittlerweile wie ein Statussymbol.
  • Fernreisen – Urlaub in Fiji, Argentinien oder Australien. Je weiter weg, desto cooler.
  • Golf spielen – Importiert aus den USA? In Deutschland vergrößert man aber damit sein Netzwerk im Hinblick auf weitere Geschäfte nicht, wie man es in den USA beim Country Club tun würde.
  • Reiten – Nur die schönste Sportart für meine Tochter.
  • Motorradfahren – Der Besitz eines superschnellen Motorrads mit hohen Wartungskosten.
  • Tauchen – Das wäre nicht teuer, wenn man nicht 2000 km entfernt von den schönsten Tauchorten wohnen würde.
  • Segeln – Ich sehe kein blaues Meer mit herrlichem Wetter in NRW.
  • Luxusauto – Hobby oder Prestigeobjekt? Traum aller Männer. Ich arbeite an einem Produktionsstandort. Die teuren Autos am Firmenparkplatz bringen mich zum Nachdenken. Wie kann man sie sich mit Arbeitergehalt leisten?
  • Teure Elektronik – Populär bei Männern. Ultra-Superslim-3D Fernseher, Home-Cinema von Bose, Handy von Apple oder Samsung, dazu ein Macbook. Alle paar Jahre werden sie erneuert.
  • Shopping – Populär bei Frauen. Hobby oder Sucht?

Diese Liste können Sie einfach erweitern. Mein Punkt hier ist nicht, dass man keine Hobbies haben und ein langweiliges Leben führen soll.

Ganz im Gegenteil. Aber weniger ist besser. Man kann natürlich auch mehrere Hobbies haben. Einige davon können teure Hobbies sein, wenn es Spaß macht. Aber nicht alle!! Ein Freund von mir fährt Motorrad, isst gerne in Restaurants, will eine große Wohnung mit HiFi-Anlage haben und reist gerne. Am Ende des Monats hat er kein Geld übrig. Wenn es so weiter geht, muss er wohl arbeiten, bis er 70 ist („Rentner mit 67 Jahren“).

Am Ende des Monats ist es wichtig, wie viel Geld von Ihrem Einkommen übrig bleibt („Net Cashflow maximieren“). Die Ausgaben sind der entscheidende Faktor, wie groß der Net Cashflow ist. Wenn Sie viel Geld übrig haben, bitte versuchen Sie es nicht mit neuen, teuren Hobbies irgendwie auszugeben.

Montag, 30. September 2013

Staatsanleihen aus Schwellenländern

„ Open markets offer the only realistic hope of pulling billions of people in developing countries out of abject poverty, while sustaining prosperity in the industrialized world.” – Kofi Annan
Staatsanleihen werden normalerweise als sichere Geldanlagen betrachtet („Staatsanleihen als sichere Geldanlage“). Natürlich hat diese Sicherheit ihren Preis: Niedrige Rendite („Risiko bei Geldanlagen“).

Es gibt aber Staatsanleihen aus Schwellenländern, die mit mehr Risiko höhere Rendite bieten. Staatsanleihen aus der Türkei, Brasilien, Russland, Indonesien oder Peru bringen circa 3% bis 5% mehr Rendite als Bundesanleihen.


Was ist also der beste Weg, in Staatsanleihen aus Schwellenländern mit möglichst geringem Risiko zu investieren?

Genau wie Aktien bieten ETFs eine gute Antwort auf diese Frage („Aktien-ETFs als Geldanlage“). Bei Aktien-ETFs werden mehrere Aktien aus verschiedenen Aktienmärkten und Sektoren in einem Fond zusammengestellt. Bei Staatsanleihen-ETFs werden mehrere Anleihen aus verschiedenen Ländern mit verschiedenen Laufzeiten zusammengestellt.

Staatsanleihen-ETFs, die ausschließlich Schwellenländeranleihen im Bestand haben, decken die folgenden Länder ab: Türkei, Brasilien, Mexiko, Russland, Polen, Ukraine, Ungarn, Südafrika, Kroatien, Chile, Indonesien, Peru, usw..

Ich sehe zwei große Vorteile bei diesen ETFs:
  1. Risiko wird verteilt: Die Diversifikation („Lege nicht alle Eier in einen Korb“)  erlaubt dem Anleger das Risiko zu verteilen. Damit wird eine Staatspleite oder ein Schuldenschnitt nicht im Totalverlust enden.
  2. Passives Einkommen: Die Kupons („Wie funktionieren Anleihen“) werden wie Dividenden monatlich oder vierteljährlich ausgeschüttet. Das Konzept von passivem Einkommen („Wie erreiche ich finanzielle Freiheit“) ist für viele Menschen nicht sofort begreiflich. Monatliche Dividenden sind wunderbare Mittel, dem Anleger das Gespür dafür zu geben, wie passives Einkommen funktioniert.

Hier sind ein paar passende ETFs, wenn Sie in Staatsanleihen aus Schwellenländern investieren möchten:
  • iShares J.P. Morgan $ Emerging Markets Bond UCITS ETF (IUS7) 
  • db x-trackers II EM Liquid EuroBond ETF 
  • Amundi Global Emerging Bond Markit iBoxx ETF 
  • SPDR Barclays Capital EM Local Bond ETF

Die Kosten von diesen ETFs sind relativ niedrig, zwischen 0,30%-0,55%  („Wie die Fondsgebühren die Rendite fressen“). Die Renditen betragen zwischen 5 und 6%, was in Anbetracht des geringen Risikos sehr viel finde. Die regelmäßigen Ausschüttungen machen sie für mich sehr attraktiv. Ich habe in meinem Portfolio den „iShares J.P. Morgan $ Emerging Markets Bond UCITS ETF (IUS7)“.

Diese Art von ETFs würde ich denjenigen Anlegern empfehlen, die in Staatsanleihen aus Schwellenländern investieren und ihr Risiko streuen möchten. Natürlich müssen Sie die Fondsprospekte selbst lesen und die Geldanlage verstehen, bevor Sie in irgendetwas Ihr Geld anlegen.

Montag, 23. September 2013

Lebensmittelpreise und Inflation in Deutschland

„The way to crush the bourgeoisie is to grind them between the millstones of taxation and inflation.” – Vladimir Lenin

“Preise für Lebensmittel in Deutschland steigen an”. So stand es in einem Spiegel-Artikel im August. Butter kostet 30%, Kartoffeln 44% mehr, die Preise steigen auch für andere Lebensmittel. Dies sind die Schlagzeilen, die wir immer wieder in den Medien lesen. Ähnliche Artikel gibt es auch oft für Mietpreise.

Ich glaube, dass wir uns an das Thema Inflation langsam gewöhnen sollten. Die Niedrigzinspolitik von allen großen Notenbanken in Europa, den USA und Japan fördert die Inflation und das Wirtschaftswachstum. Billiges Geld flutet die Märkte und erzeugt hohe Nachfrage. Das sehen wir in Deutschland schon am Anstieg der Immobilienpreise in den letzten Jahren („Ist es jetzt die richtige Zeit eine Immobilie zu kaufen?“). Lebensmittelpreise werden zusätzlich vom Wachstum der Mittelklassen in den Schwellenländern beeinflusst und - abhängig  von den Trockenperioden - durch Klimawandel.


Wie ich in meinem Artikel „Inflation und die Effekte auf Rendite“ geschrieben habe, muss jeder Anleger die Inflation bei der Berechnung seiner realen Rendite im Betracht ziehen. Ich kenne viele Leute, die ihr Geld immer noch auf Spar- oder Tagesgeldkonten haben („Populäre und sichere Geldanlagen“). Sie denken, dass ihr Geld sicher ist und dazu Zinsen bringt. Was sie aber tatsächlich bekommen, ist eine negative reale Rendite!

Es gibt einen weiteren Nachteil von Inflation für die Arbeitnehmer: Negative reale Gehaltserhöhungen. Viele Arbeitnehmer bekommen nur einen Inflationsausgleich als Gehaltserhöhung (wenn überhaupt). Diese Gehaltserhöhung um die Inflationsrate wird auf das Bruttogehalt gerechnet. Durch kalte Progression bei der Einkommensteuer ist der Nettoanstieg des Gehalts geringer als die Inflationsrate! Damit haben Arbeitnehmer eine negative reale Gehaltserhöhung, besser gesagt „das Gehalt verliert die Kaufkraft“. Ihre Gehälter werden inflationsbereinigt geringer. Kein Wunder, dass die Leute überrascht sind, wenn am Ende des Monats vom Gehalt nicht mehr viel übrig ist.

Es ist für mich verwunderlich, dass kalte Progression und reale Löhne in den Wahlprogrammen der meisten Parteien kaum angesprochen werden. Der Staat hat die höchsten Steuereinnahmen der Geschichte und es wird immer noch über Steuererhöhungen gesprochen.

Was ich hiermit sagen möchte: Inflation und Steuer sind Fakten des Lebens. Die Inflationsrate ist nicht in unserem direkten Einflussbereich. Die regierenden Parteien und deren Steuerpolitik auch nicht. Ich würde mich deshalb überhaupt nicht ärgern. Selbst das aktive Einkommen können viele Arbeitnehmer nicht beeinflussen („Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen“).

Was aber in unserem direkten Einflussbereich, ist folgendes:
  1. Ausgaben – wofür wir unser Geld ausgeben
  2. Reale Rendite – wo wir unser Geld anlegen

Ich sehe diese zwei Punkte als Hauptfokusbereiche für die Menschen, die finanzielle Freiheit erreichen möchten.

Dienstag, 17. September 2013

Mit einer guten Idee fängt alles an

„Everything begins with an idea“. –Earl Nightingale

Mein Blog, der goldene Adler, ist letzte Woche ein Jahr alt geworden.

In den letzten zwölf Monaten habe ich die Gelegenheit gehabt, 95 Artikel über persönliche Finanzen und finanzielle Freiheit in diesem Blog zu veröffentlichen. Für die Menschen, die sich für diese Themen interessieren, ist mein Blog eine gute Informationsquelle geworden. Die Gastartikel und Besucherkommentare haben dazu auch einen wichtigen Beitrag geleistet.


Laut Google Analytics Statistiken hatte mein Blog im letzten Jahr 22530 Besuche. Circa die Hälfte davon sind wiederkehrende Besucher. Die Seite wurde 43769 mal aufgerufen. Meine Besucher haben durchschnittlich circa 2 Minuten Zeit in meinem Blog verbracht und bei jedem Besuch circa 2 Seiten gelesen. Etwa 30% der Besucher sind direkte Besucher und 46% kommen aus auf meinem Blog verweisenden Webseiten. 24% der Besucher stammen von Google. Ich bin mit der Entwicklung der Besucherzahlen sehr zufrieden, weil ich fast kein Marketing oder SEO betreibe. Außerdem gibt es 54 Fans von der Facebook-Page des Blogs.

Ich möchte mich bei allen Besuchern bedanken, die sich Zeit genommen haben, meine Artikel zu lesen. Ich hoffe, meine Ideen und Vorschläge haben bei manchen Menschen einiges bewegt. Mit einer guten Idee fängt alles an. Es wäre mir eine große Freude, wenn nur einer meiner Leser von meinen Artikeln beeinflusst würde und seine persönlichen Finanzen unter Kontrolle bringen würde. Ich weiß zumindest, dass einige meiner Freunde sich schon darüber Gedanken gemacht haben.

Außerdem möchte ich mich bei den Partnerblogs, die unter der Rubrik „Adlerblogs“ gelistet sind, für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Die neuen Leser können die bereits veröffentlichten Artikel unter „Artikelübersicht“ finden.

Montag, 2. September 2013

Geld bedeutet eigentlich Lebensstunden

“Remember that time is money”. – Benjamin Franklin

Es klingt wie eine dumme Feststellung, ist dennoch traurig und wahr. Wir kaufen Dinge nicht mit Geld, sondern mit Stunden von unserem Leben.


Dieser Satz gilt natürlich nur für die meisten Menschen, nämlich für die, die ihr Leben mit aktivem Einkommen, also mit Gehalt oder Lohn, finanzieren. Für die bereits finanziell Freien, die Reichen durch Erbschaft, die meisten Studenten und Sozialhilfeempfänger ist es eine andere Sache.


Früher erhielten Arbeitnehmer wöchentlich oder täglich ihren Lohn als Bargeld sofort nach Feierabend. Es war wie eine Besoldung für die geleistete Arbeit, zum Beispiel 10 Taler für 10 Stunden Arbeit. Damals wussten die Menschen sehr genau, was eine Stunde Arbeit ihnen gebracht hat. Eine Stunde Arbeit ist ein Taler. Ein Brot kostete zwei Taler, was zwei Stunden Arbeit entspricht (Lohn und Brotpreis sind erfunden). Man wusste genau, wie viele Stunden man für sein Essen, seinen Wein oder seine Unterkunft arbeiten musste. Wer nicht arbeitete, bekam halt kein Geld.

Für die Handwerker und Künstler ist das mit dem Geldverdienen heutzutage immer noch so. Aber für die Mehrheit, die als Arbeitnehmer irgendwo angestellt ist, ist das Konzept Gehalt etwas anders. Das Gehalt wird fast immer monatlich bezahlt und auf das Konto überwiesen. Den Verdienst bekommen die Menschen nicht mehr unverzüglich nach der Arbeit als Schein oder Münze in die Hand. Sie fassen das Geld nicht an und haben meiner Meinung nach die Einstellung „Eine Stunde Arbeit gleich ein Stundenlohn“ verloren. Das Geld ist einfach am Ende des Monats in elektronischer Form auf dem Girokonto.

Deshalb stören viele Menschen Steuer und Sozialabgaben nicht sehr. Das wäre anders, wenn wir das Bruttogehalt erstmal komplett als Bargeld bekommen und danach alle Abzüge buchstäblich abgeben würden.
Was ich hier zu denken geben möchte, ist, dass Geld nicht gleich einem Blatt Papier ist, wie die Generation Y denkt ("Generation Y und Geld"). Geld entspricht eigentlich Stunden unseres Lebens. Ein zweistündiges Abendessen im Restaurant kostet nicht 35 €, sondern circa drei Arbeitsstunden (angenommen 2.000 € monatliches Nettogehalt, 40-Stunden-Woche). 

Einige ähnliche Beispiele:
  • Das neue Elektroauto BMW i3 -> 2.800 Arbeitsstunden (350 Arbeitstage)
  • 55-Zoll LED-Fernseher -> 160 Arbeitsstunden
  • Warmmiete für 60 qm Wohnung in der Köln Innenstadt -> 64 Arbeitsstunden
  • Pauschalurlaub auf Mallorca -> 40 Arbeitsstunden
  • 2 Cocktails am Freitagabend -> 1,5 Arbeitsstunden
  • 30 km Autofahrt zur Arbeit -> 43 Arbeitsminuten
  • Eine Packung Zigaretten -> 24 Arbeitsminuten
  • Ein Espresso -> 10 Arbeitsminuten

Die Arbeitsstunden variieren natürlich je nachdem, was für einen Beruf Sie haben. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass Sie Dinge nicht mit Geld, sondern mit Stunden Ihres Lebens kaufen. Das ist eine ganz andere Denkweise als die, die viele Menschen haben. Diese Denkweise verändert sicherlich die Gewohnheiten von Menschen, wenn es um ihr Geld geht.

Montag, 26. August 2013

Generation Y und Geld

"Each generation imagines itself to be more intelligent than the one that went before it, and wiser than the one that comes after it." - George Orwell

In der Soziologie werden die Menschen, die in den 80ern und 90ern geboren sind, als „Generation Y“ bezeichnet. Ein anderer Name für sie ist „Millennials“. „Generation Y“ wird in den Medien oft verglichen  mit den „Baby Boomers“, die meistens die Eltern dieser Generation sind sind. Vor kurzem bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, in dem die 10 Unterschiede zwischen „Generation Y“ und „Baby-Boomers“ bezüglich ihrem Umgang mit Geld aufgelistet sind.

Der Artikel richtet sich hauptsächlich an die amerikanische Bevölkerung. Ich möchte einige Punkte herausfiltern, die meiner Meinung nach auch für die Menschen in Deutschland gelten.

Generation Y trägt teurere Schuhe

Ich denke, das ist ein klares Phänomen, das in den Straßen zu sehen ist. Markensportschuhe von Adidas, Nike, Converse, usw. sind total „in“. Die Schuhmode ändert sich jede Saison und viele Leute haben mittlerweile keinen mehr Platz im Schuhregal. Eine ähnliche Beobachtung habe ich schon in meinem Artikel „Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld“ gemacht.

Generation Y ist unbefriedigter

Zu Hause sitzen und nichts tun ist für die Generation Y unvorstellbar. Sie suchen Befriedigung in allen Bereichen Ihres Lebens und geben dafür gerne Geld aus. Ein gemütliches Wochenende zu Hause ist für die Baby-boomers sehr entspannend, für die Generation Y währenddessen äußerst langweilig.

Generation Y ist verschwenderischer beim Shopping

Die Baby-boomers suchen Rabatte und Saisonschlussverkäufe, damit sie beim Shopping Geld sparen können. Für die Generation Y ist das kein Thema. Sie gehen shoppen, wenn Sie dazu Lust haben. Shopping ist eine Freizeitaktivität, die gegen Langeweile hilft. Viele möchten „Shopping-Queens“ werden und es danach auf Facebook posten.

Die Definition von einem coolen Wochenende ist bei Generation Y anders

Ein cooles Wochenende kann man mittlerweile nicht mehr in der Stadt verbringen, in der man wohnt. Billigflieger und Konzepte wie „Blind Booking“ haben es ermöglicht, einen Wochenendausflug innerhalb von Europa kurzfristig zu planen. Während die langweiligen Freunden zu dem gewohnten Kneipen gehen und den Stadtgarten geniessen, verbringt der „coole“ Gen-Yer sein Wochenende in Barcelona und postet gleich ein Foto aus der Cocktailbar. Natürlich bekommt er seine 20+ Likes. Natürlich werden die Girokonten schnell leer bei der Finanzierung dieser geilen Wochenenden. Der Jahresurlaub kommt noch.

Für Generation Y ist Geld nur ein Stück Papier

Die Mentalität ist folgende: Das Geld kommt und geht. Man muss ja sein Leben geniessen. Man lebt nur einmal.. Der Wert des Geldes wird von der Generation Y ignoriert. Viele haben richtige Schwierigkeiten nie erlebt. Geld ist immer verfügbar gewesen. Warum sparen? Man kriegt es irgendwie hin.

Ich gehöre auch zur Generation Y und beobachte leider in meinem Freundeskreis diese Eigenschaften der Generation Y. Viele meiner Bekannten haben überhaupt kein Interesse an persönlichen Finanzen. Geld sparen, Geldanlagen, Aktien, Anleihen, ETFs sind Fremdwörter für sie. Finanzielles Wissen ist bei vielen leider mangelhaft. Mit diesem Blog versuche ich, Aufmerksamkeit zu wecken und meine Botschaft anzubringen. Da die Generation Y eine Menge Zeit im Internet verbringt, sind sie die Hauptzielgruppe dieses Blogs.

Die Mitglieder der Generation Y, die diesen Artikel gelesen haben, können ja die Facebook-Seite dieses Blogs bei Gelegenheit Liken.