Mittwoch, 2. Januar 2013

Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnisse und Rendite


„An investment in knowledge still yields the best returns.” – Benjamin Franklin
Ich möchte in diesem Artikel in zwei Tabellen darstellen, wie Ersparnisse und Rendite das Vermögenswachstum beeinflussen. Diese beiden Faktoren sind sozusagen die Standbeine des Vermögensaubaus.

Beide Tabellen gehen von einem Startvermögen von 10.000 € aus. In Tabelle A spart der silberne Adler jährlich 10.000 €. In Tabelle B spart der goldene Adler 20.000 € pro Jahr. Wir sehen, wie viel Vermögen beide Anleger mit unterschiedlichen Renditen erzielen können.

Tabelle A: der silberne Adler mit 10.000 € jährlicher Ersparnis
Tabelle B: der goldene Adler mit 20.000 € jährlicher Ersparnis
Am Anfang des Vermögenaufbaus machen die Ersparnisse einen großen Teil vom Vermögenswachstum aus. Aber mit der Zeit wird die Quote von der Kapitalrendite immer größer.

Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, die Wege zu suchen und finden, wie Sie höhere Renditen für Ihre Investments bekommen können. Der goldene Adler in dem Beispiel schafft sich 149.066 € mehr Vermögen, wenn er 2% mehr Rendite (von 6% auf 8%) erzielen kann! In finanzielles Wissen zu investieren ist daher zwingend erforderlich, um die Rendite zu erhöhen und Ihre finanziellen Ziele schneller zu erreichen.

Vermögenswachstum "der goldene Adler" mit 20.000 € jährlicher Ersparnis (Quelle: eigene Rechnung)
Nichtsdestotrotz ist der Anteil der Ersparnisse auch nicht zu unterschätzen. Mit 20.000 € jährlicher Ersparnis schafft sich der goldene Adler im Beispiel fast doppelt so viel Vermögen wie der silberne Adler.

Kommentare:

  1. Naja, es mag ja sein, dass man mit fundiertem Finanzwissen eine höhere Rendite einfahren kann, aber das wichtigste am Vermögensaufbau ist doch überhaupt etwas zu sparen. Denn aus nichts wird auch bei 100% Rendite nichts.

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  2. Oft genug erwische ich mich selbst, wie ich in langweiligen Momenten ähnliche Rechnungen für mein Geld aufstelle und mir ausrechne wohin die Reise gehen kann.
    Es gibt jedoch zwei Punkte die immer betrachtet werden müssen:
    Zum einen ist es die Steuer, die ja mit 25% auf die Gewinne recht beachtlich ist. Der goldene Adler würde am Ende alleine 184.445,75 Euro an Steuern zahlen.
    Der zweite Punkt ist die Inflation, die aktuell mit 2% p.a. noch recht moderat ausfällt, aber auch hier geht einem eine Menge verloren.
    Wichtig ist meiner Meinung nach, dies immer mitzuberücksichtigen, denn 6% oder 8% nach Steuern und Inflation als reine Netto-Rendite, sind bei normaler langfristiger Anlage auf das Gesamtvermögen sehr optimistisch.

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  3. Die "Herausforderung" per se ist nicht die Frage, wie erwirtschafte ich die 6% p.a., es geht vielmehr darum, die 10´000 auf die Seite zu legen.

    Die meisten machen einen grundlegenden Fehler: Sie gehen arbeiten, um Rechnungen zu bezahlen und - sofern Ende Monat etwas übrig bleibt - (was jedoch selten geschieht), legt man es mehr schlecht als recht auf die Seite!

    Ich empfehle jedem, mind. 10% (ideal 30%) seines Einkommens auf die Seite zu tun - und zwar bevor man die 1. Rechnung für Dritte bezahlt!.

    Deine Ausgaben, sind die Einnahmen des Anderen. Wenn man zuerst sich bezahlt, bevor man andere bezahlt, ist die o.e. Rechnung nicht nur realistisch, sondern untertrieben. Wenn man lernt die Ausgaben zusätzlich zu kontrollieren, erhöhen Sie Ihre Sparquote vehement, sodass Sie nicht nur in wenigen Jahren aus dem Hamsterrad sind, sondern bewusst - finanziell - unabhängig.

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  4. Vielen Dank für die ergänzenden Kommentare. Wie ich geschrieben habe, sehe ich zwei Standbeine beim Vermögensaufbau: Ersparnisse und Rendite.
    Nur durch Sparen und geringe Rendite ist der Wachstum sehr langsam. Es dauert so sehr lange, finanzielle Freiheit zu erreichen.
    Ohne Ersparnisse mit wenig Startkapital ist ebenfalls trotz höher Rendite nicht möglich, ein vernünftiges Vermögen aufzubauen.
    Es ist richtig, dass man die Kapitalertragsteuer und die Inflation in Betracht nehmen sollte. Ich werde über Inflation in den nächsten Artikel einiges schreiben.
    Es ist jedoch möglich, im Durchschnitt über 10% Bruttorendite zu bekommen. Warrenn Buffett mit seiner Firma Berkshire Hathaway hat es geschafft, mit "Value Investing" seit 1965 im Durchschnitt 19,8% jährliche Rendite zu erwirtschaften.
    Hier ist ein Link zu dem Brief von Warren Buffett and seine Aktionäre.
    http://www.berkshirehathaway.com/letters/2011ltr.pdf

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